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29.02.2016

BGH zur Kasko-Abrechnung

29.02.2016 Bereits am 11.11.2015 hat der BGH (IV ZR 426/14) über die Frage entschieden, ob in der Kaskoversicherung die fiktiven Aufwendungen für eine Reparatur in einer markengebundenen Werkstatt als "erforderliche" Kosten im Sinne der AKB (Allg. Kaskobedingungen) anzusehen sind.

Der Bundesgerichtshof hat das bejaht. Und zwar dann, wenn die fachgerechte Wiederherstellung des Fahrzeuges nur in einer markengebundenen Werkstatt erfolgen kann oder auch dann, wenn es sich um ein neueres Fahrzeug oder ein Fahrzeug, das der Besitzer schon immer in einer markengebundenen Fachwerkstatt hat reparieren und warten lassen.

Der BGH stellte darauf ab, dass der durchschnittliche Versicherungsnehmer die KLausel ind er Kaskoversicherung so interpretieren würde, dass ihm diejenigen Aufwendungen erstattet werden würden, die ein wirtschaftlich vernünftig Handelnder tätitgen würde, um das beschädigte Fahrzeug wiederherzustellen.

Also dann, wenn aufgrund der Art der anfallenden Reparaturarbeiten diese nur in einer Fachwerkstatt vollständig und fachgerecht durchgeführt werden können. Insbesondere bei neuwertigen Fahrzeugen sei die Reparatur in einer Fachwerkstatt, auch zum Erhalt des Fahrzeugwertes, üblich. Vor allem auch bei Fahrzeugen, die noch einer Herstellergarantie unterliegen. Dies gilt aber auch bei Fahrzeugen, die immer in einer Fachwerkstatt gewartet und repariert wurden, um den Marktwert des Fahrzeuges zu erhalten.

Dem BGH kam es hier alleine auf die Versicherungsbedingungen an. Er legte daher einen anderen Maßstab als bei der Erstattung von fiktiven Reparaturkosten durch den Unfallgegner zugrunde. Die hier aufgestellten Grundsätze sind daher nicht übertragbar.